«… dazu einen herrlichen Blick auf den See und die verschneite Alpenkette.» Aufnahme um 1906
Unsere kleine Stadt
Dass Zürich im Lauf der Jahrhunderte eine Stadt der Literatur geworden ist, ist bekannt. Dass in der Folge sowohl Schweizer wie auch zugewanderte Autoren rund um den Zürichsee über kürzere oder längere Zeit gewohnt haben, war naheliegend. Überraschend hingegen ist, wie viele von ihnen sich in Rüschlikon niedergelassen haben. Dabei mögen, wie bei Irmgard von Faber du Faur, «äussere» Umstände eine Rolle gespielt haben. In den meisten Fällen finden sich aber kaum «Belege» für die Beweggründe. Einzig der Malerdichter Adolf Koelsch suchte 1912/13 Nähe und Gesellschaft der «Rüschlikoner Malerkolonie». Während man Rüschlikon heute zuweilen etwas herabsetzend als «Schlafstadt» bezeichnet, war es zur Zeit, als etwa Stefan Zweig 1918/19 im Hotel Belvoir weilte, als der Inhaber und Direktor des Zürcher Schauspielhauses der Jahre 1926 bis 1938, Ferdinand Rieser-Werfel zusammen mit seiner Frau Marianne in der Villa Usteri lebte, als Gret und Fritz Widmann im Brahmshaus wohnten, ein gern besuchter Ort, den zahlreiche – nicht nur «literarisch» tätige – «Grössen» der damaligen Zeit aufsuchten. Darüber zu «rätseln», warum das so gewesen sein mochte, erscheint müssig. Mit der Ausstellung über Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die hier gelebt und gewirkt haben, wurden deren Aufenthalte und Arbeiten in Erinnerung gerufen.
Übersicht
Literatur im Exil
Kurt Hirschfeld
Mr. Bloom
John Mayer Elsas
Frisch und Fein – Exil Zürich 1933
Verbotene Bücher